29. April – 05. Mai 2018: Zusammenarbeit neu denken – Unternehmensweite Agilität mit Soziokratie, Beyond-Budgeting, Open Space

Referent: Jutta Eckstein
Veranstaltungsort: Château d’Orion

 

Dass sich etwas ändern muss bei der Organisation von kleinen wie großen Unternehmen, hat sich inzwischen herumgesprochen. „So haben wir das schon immer gemacht“ ist keine Antwort auf die Fragen, die außen wie innen wachsende Komplexität aufwirft. Aber wie dann?

„Agil“ sollen Unternehmen werden, heißt es. Ausgehend von der Softwarebranche schwappt dieser Begriff inzwischen allerorten durch Managementdiskussionen, Businessnetzwerke und Verbandsveranstaltungen. Nur mit Agilität soll man den Veränderungen, die Digitalisierung, Arbeit 4.0 und enger werdende Märkte mit sich bringen, trotzen können. Doch was ist Agilität? Wie geht Agilität unternehmensweit? Vor allem aber: Reicht Agilität denn wirklich?

Denkwochen-Referentin Jutta Eckstein hat jahrzehntelange Erfahrung mit der Agilität in der Softwarebranche und meint: Agilität weist in die richtige Richtung, ist aber nicht genug. Wer Agilität „ausrollen“ will, um endlich innovativer, produktiver, robuster zu werden, hat nicht nur den Begriff missverstanden, sondern auch das Problem. Komplexität und Volatilität außen wie innen ist nicht beizukommen mit einem Begriff, einer Methode, einer Maßnahme. Produktions- und Veränderungsprojekten in Unternehmen auf der ganzen Welt lassen erkennen, dass die Antwort nur in der Vielfalt und Kombination von Perspektiven liegen kann.

Ein Blick über den Methodentellerrand hinaus ist nötig. Hilfreiche Ansätze gibt es viele – deren Vertreter sind nur leider oft ihrer eigenen Gedankenschule verhaftet. Deshalb hat sich Jutta Eckstein aufgemacht, ohne Vorbehalte zusammenzutragen, was sich aus ihrer Sicht als nützlich erwiesen hat. Auf dem Fundament der klassischen Agilität integriert sie:

  • Beyond-Budgeting,
  • Open Space und
  • Soziokratie

zu einem „BOSSA nova für Unternehmen“. Der Gedanke dahinter: Das Ziel agiler Arbeitsorganisation lässt sich nur erreichen, wenn sich auch fundamentale Rahmenbedingungen des organisatorischen Denkens und Entscheidens ändern.

Die Arbeit muss befreit werden vom Korsett des Budgetdenkens, das ungeheure Energie in Unternehmen bindet. Solchermaßen befreite Energie braucht dann jedoch ein Forum, um sich auf ein Ziel auszurichten und immer wieder zu orientieren. Und schließlich gilt es, die Energie effizient und effektiv und legitimiert auf diese Ziele hin zu führen.

Nur durch die Integration solcher orthogonalen Ansätze ist zu erwarten, dass auf wachsende zu bewältigende Komplexität mit angemessener organisatorischer Komplexität geantwortet wird.

Während der Denkwoche machen sich die Teilnehmer mit diesen Begriffen anhand von „Urtexten“ und Jutta Ecksteins aktuellem Buch vertraut. Was Beyond-Budgeting, Open Space, Soziokratie und Agilität bedeuten, wird ausführlich diskutiert und ggf. zur Anwendung gebracht. Die Denkwoche bietet allen Teilnehmern die Gelegenheit, den heutigen Herausforderungen an (ihre) Unternehmen auf den Grund zu gehen – um dann herauszuarbeiten, wie das Fundament zukünftiger flexibler Unternehmen aussehen kann.

Damit steht die Denkwoche ganz bewusst in der Tradition der Frage, die am Anfang des Denkens und Philosophierens stand: Was ist ein gutes Leben? Denn Jutta Eckstein geht es darum, mit den Teilnehmern zu diskutieren: Was ist gutes (Zusammen)Arbeiten? Gutes Arbeiten ist mit gutem Leben untrennbar verbunden. Um also weiterhin gut oder gar besser zu leben, scheint es unabdingbar, darüber nachzudenken, wie das Arbeiten neu gestaltet werden kann. Jutta Eckstein bietet dafür einen Ansatz jenseits von one-size-fits-all Lösungen.

Zielgruppe

Die Denkwoche richtet sich an alle, die an der Weiterentwicklung von Organisationen interessiert sind, um sie humaner, kreativer, innovativer, entscheidungsfreudiger zu gestalten. Für die Teilnahme sind keine spezifischen Vorkenntnisse erforderlich, auch wenn manche Begriffe ungewöhnlich und neu klingen sollten. Nur ein wacher, offener Geist sollte mitgebracht werden, um Organisationen wirklich neu zu denken.

 

Der Referent

Jutta Eckstein arbeitet seit über fünfzehn Jahren als Business-Coach, Change-Manager, Beraterin und Trainerin im In- und Ausland. Weltweit verfügt sie über eine einzigartige Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung agiler Prozesse in mittleren bis großen, verteilten, unternehmenskritischen Projekten, wovon auch ihre zahlreichen Bücher handeln.

Momentan schreibt sie zusammen mit John Buck an einem neuen Buch über /Company-wide Agility with Beyond Budgeting, Open Space & Sociocracy/. Jutta Eckstein ist Mitglied der AgileAlliance und im Programmkomitee verschiedener europäischer und amerikanischer Konferenzen. 2011 wurde sie von der Computerwoche in die Top 100 der bedeutendsten Persönlichkeiten der Deutschen IT gewählt.

 

Preis

Denkwochencode: 0318ECK

1.890€ im Einzelzimmer (1.680€ p.P. im Doppelzimmer) inklusive Vollpension und aller nicht-alkoholischen Getränke, Seminargebühr sowie 6 Übernachtungen im Château d‘Orion, Aquitanien, Frankreich. Bei Buchung bis zum 30.11.2017 bieten wir eine Early Bird Reduktion von 10% auf den Gesamtpreis der Denkwoche (1.701€ p.P. im Einzelzimmer / 1.512€ p.P. im Doppelzimmer).

Näher beschreibt eine eigene Seite den komfortablen wie stilvollen Aufenthalt und auf der Seite des Château d’Orion finden Sie Hinweise zur Anreise. Es ist leichter als gedacht.

Alle Preise inkl. Mehrwertsteuer.

[Zur Anmeldung…]