23. – 29. April 2017: Mit der Komplexität tanzen

Think before you think.
Stafford Beer

Organisationen kybernetisch in die Zukunftsfähigkeit führen

Referent: Mark Lambertz
Veranstaltungsort: Château d’Orion

Ausnahmslos alle Unternehmen stehen vor der Herausforderung, mit der exponentiellen Entwicklung der Digitalisierung Schritt zu halten. Egal ob es dabei um neue Technologien oder den hohen Vernetzungsgrad von Kunden, Lieferanten und potentiellen Mitarbeitern geht:

Die Situation ist komplexer denn je.

dancing with complexityIm gleichen Maße wird immer deutlicher: Die bisherigen Führungs- und Organisationsmethoden können diese Komplexität nicht mehr abbilden. Das klassische Organigramm in Verbindung mit dem oft einhergehenden Top-Down-Management verhindert eher die Orientierung hin zu einem hochdynamischen Markt. Somit entsteht aber nicht das dringend benötigte Umfeld innerhalb des Unternehmens, um immer anspruchsvolleren Kunden UND Mitarbeitern genau die Art von Erfahrungen zu liefern, welche nachhaltig Wert schaffen. Customer Experience und Employee Experience gehen Hand in Hand und verstärken sich gegenseitig – im positiven, wie im negativen Sinne.

Die linearen Denkmuster stoßen an ihre Grenzen, und es erscheint vielen Führungskräften unmöglich, ein Bild vom Ganzen zu gewinnen; der westlich geprägte Reduktionismus ist tief kulturell verankert, sodass wir das Denken in Zusammenhängen verlernt zu haben scheinen. Wir sind Experten im Vermessen von Details geworden, doch dieses Wissen ist nutzlos wenn es darum geht eine komplexe Situation zu meistern. Nur ein ganzheitliches Denken, welches auch Unschärfen zulässt, kann erfolgreich mit diesen Herausforderungen umgehen.

Die Denkwoche vermittelt praxisorientiert neue Denk-Werkzeuge und bietet Ihnen die Gelegenheit, eine neue Haltung im Umgang mit dynamischer Komplexität zu entwickeln:

  • Woher können wir wissen, was wir wissen?
  • Was ist Komplexität?
  • Wie entsteht Komplexität?
  • Wie können wir eine komplexe Situation erfassen?
  • Vom unscharfen Denken und der Fuzzy Logik
  • Was ist ein System?
  • Wie unterscheidet es sich von der Umwelt, in welche es eingebettet ist?
  • Was ist der Zweck eines Systems?
  • Was unterscheidet Zweck von Ziel?
  • Welche Chancen und Risiken erwarten uns im Umgang mit Komplexität?
  • Was sind die typischen Irrtümer, die sich im Umgang mit der Komplexität ergeben?
  • Ein neues Menschenbild: Idea of a complex man

Im weiteren Verlauf machen wir uns dann Erkenntnisse der Neurobiologie und der Kognitionswissenschaften zunutze, um die Endlichkeit unseres bewussten Denkapparats zu verstehen und wie es gelingen kann, die unbewussten Denkvorgänge als Ressource zu erschließen. Hierbei streifen wir die Fragestellung, wie unsere Intuition zur Bewältigung von Komplexität dienlich sein kann, und wann die kognitiven Filter uns einen Streich spielen und relevante Informationen zur Bewertung einer Situation verzerrt sind.

Dieser Teil der Denkwoche steht unter dem Vorzeichen der Kybernetik als der Wissenschaft von den vertretbaren Metaphern, wie es Gordon Pask einmal so schön schrieb. Die Kybernetik bietet jene zuvor gewünschten Denkwerkzeuge um komplexen Sachverhalten besser gerecht werden zu können.

Das Spektrum umfasst u.a. folgende Inhalte, einschließlich vieler praktischer Übungen:

  • Die Geschichte der Kybernetik – von Ouroboros, Buddha und Cybersyn
  • Rückkopplung im Alltag und im Unternehmen
  • Prinzipien und Naturen der Rückkopplung
  • Daten, Informationen und Wissen, oder wie die Sprache die Komplexität treibt
  • Über die Entwicklung von Zukunftsszenarien
  • Kausale Schleifen-Diagramme als einfache Sprache, um komplexe Situationen zu beschreiben
  • Grundlagen von System Dynamics als Werkzeug um dynamische Wirkgefüge zu verstehen und Hebel zur Lenkung zu erkennen
  • Das Modell für lebensfähige System (Stafford Beer) zur Steuerung komplexer Organisationen
  • Win-Win ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Gedanken zum Begriff Symbiose und Nachhaltigkeit

Schnell wird klar, dass die Phänomene der Kybernetik allgegenwärtig sind und dass es Sinn macht, sich diese fortlaufend zu vergegenwärtigen – denn durch eine „kybernetische Haltung“ verlieren diese dynamischen Zeiten ihre bedrohliche Erscheinung.

Buchen Sie jetzt Ihren Tanz mit der Komplexität, um die Zukunftsfähigkeit Ihrer Organisation aktiv zu gestalten!

 

Der Referent

Mark Lambertz wurde 1971 in Düsseldorf geboren und arbeitet als Berater und Coach für Unternehmen, welche in diesen komplexen Zeiten die Chancen der Digitalisierung für sich erschliessen möchten. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten steht hierbei stets im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Er co-gründete 1995 die Digitalagentur anyMOTION und leitete diese 20 Jahre lang. In dieser Zeit wuchs das Unternehmen auf 60 Mitarbeiter heran und ist seitdem im Digital Ranking in den Top70 vertreten.

Des weiteren ist er Autor von “Freiheit und Verantwortung für intelligente Organisationen“, der Einführung in das Viable System Model.

Professionelle Schwerpunkte: Business Model Generation, Customer Experience Design, Innovation Integration, Strategie-Entwicklung, Konzeption, System Design, Supervision, Organisations-Entwicklung

Mehr Infos unter: http://intelligente-organisationen.de/autor

Und das erwartet die Tänzer während dieser Woche:

Kooperativer Prozess, fließende Übergänge
zwischen Impulsvortrag, Workshop, Reflektionszeiten

Sonntag, 23. April, individuelle Anreise

19h Empfang beim Aperitif

Montag, 24. April

Epistemologie

  • Woher wissen wir, was wir wissen?

Was ist Komplexität?

  • Von Einfach, Kompliziert, Komplex und Chaotisch
  • Wie können wir eine komplexe Situation erfassen?
  • Vom unscharfen Denken und der Fuzzy Logic
  • Systeme & Grenzen
  • Was unterscheidet Zweck von Ziel?

Dienstag, 25. April

Strategisches Denken in komplexen Situationen

  • Strategie Safari
  • Typische Fehler im Umgang mit Komplexität
  • Visuelles Denken, System Dynamics & kausale Schleifendiagramme
  • Komplexe Systeme organisieren: Das Viable System Model

Mittwoch, 26. April

Arbeit am eigenen System Design (oder Ausflug, alternativ am Donnerstag)

Donnerstag, 27. April

Ausarbeitung der System Designs (oder Ausflug)

(Einzelanalyse, Gruppenarbeit)

Freitag, 28. April

Präsentation der System Designs

Vorbereitung der praktischen Umsetzung

  • Weitere Rekursionsebenen einbeziehen
  • Synthese

Samstag, 29. April

Individuelle Abreise

Frühstück: täglich um 9 Uhr, Mittagessen um 13 Uhr, Dîner um 19:30 Uhr. Denkzeiten jeweils von 10 Uhr bis 12:30 und 15 Uhr bis 17 Uhr30. Optional gibt es am Mittwoch eine Möglichkeit zum Ausflug und am Donnerstag zum Marktbesuch. Diese Angaben sind jeweils gruppenbedingt veränderbar und richten sich nach den Wünschen der Teilnehmer.

Preis

Denkwochencode:  0117MLA

1.890€ im Einzelzimmer (1.680€ p.P. im Doppelzimmer) inklusive Vollpension und aller nicht-alkoholischen Getränke, Seminargebühr sowie 6 Übernachtungen im Château d‘Orion, Aquitanien, Frankreich. Bei Buchung bis zum 30.12.2016 bieten wir eine Early Bird Reduktion von 10% auf den Gesamtpreis der Denkwoche (1.701€ p.P. im Einzelzimmer / 1.512€ p.P. im Doppelzimmer).

Näher beschreibt eine eigene Seite den komfortablen wie stilvollen Aufenthalt und auf der Seite des Château d’Orion finden Sie Hinweise zur Anreise. Es ist leichter als gedacht.

Alle Preise inkl. Mehrwertsteuer.

[Zur Anmeldung…]