29 Feb

Achtsamkeit

Achtsamkeit_Beitragsbild

oder: Mit dem Leben im Kontakt sein

 Zur Definition findet sich im Netz u.a. folgendes: 

Achtsamkeit (engl. mindfulness) kann als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand verstanden werden, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von Leiden (im weitesten Sinne). Historisch betrachtet ist Achtsamkeit vor allem in der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden. Im westlichen Kulturkreis ist das Üben von Achtsamkeit insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden.

Ein Thema, dass mir schon lange am Herzen liegt – vor allem wohl, da ich in einer Familie groß geworden bin, die sehr achtsam mit sich, anderen, der Umwelt, überhaupt mit allem, umgeht. Wir haben Realitäten nie verleugnet oder uns schwierigen Situationen entzogen – ganz im Gegenteil. Das Wohl anderer liegt uns sehr am Herzen. Natürlich gehört dazu, mit sich selbst ebenfalls achtsam umzugehen.

Professioneller ausgedrückt: Achtsamkeit heißt, wach und mit allen Sinnen ganz im Augenblick zu sein und einverstanden mit dem Moment, wie er gerade ist.

Solche Momente kennen alle Menschen, und doch sind wir die meiste Zeit gefangen in (meist kritischen) Gedanken oder inneren Auseinandersetzungen mit Gefühlen, wir hängen in der Vergangenheit fest oder planen bereits das Übermorgen. Wir sind gerade nicht ganz anwesend.

In Alltagssituationen erlebe ich es fast täglich, diese Unachtsamkeit. Es fängt schon damit an, dass man dem Nachfolgenden die Tür nicht aufhält. Für so viele Menschen ist es leider heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, einfach beim Betreten eines Hauses zum Beispiel, kurz hinter sich zu schauen, bevor die Tür dem Nächsten entgegenschlägt. Oder jemandem die Tür aufzuhalten, weil der die Hände voll hat und erst seine Taschen abstellen müsste.Kaufhaustür

Achtsamkeit heißt für mich, auf sich und seine Umwelt achten, aufmerksam sein, was um mich herum passiert, wer ist wie in meiner Nähe. Meiner festen Überzeugung nach für das Leben in einer zivilisierten, modernen Gesellschaft unabdingbar. Würden mehr Menschen auf andere achten, aufmerksamer sein, wie diese durchs Leben gehen, sich diese fühlen, ihre feinen Antennen danach ausrichten, es würde weniger Konflikte, Unglück, Kriege geben.

Leider beschäftigt sich kaum einer mit dieser so klaren, wenn auch einfachen Betrachtung der Achtsamkeit. Nein, es wird eine psychologische Wissenschaft daraus gemacht, Betrachtungsweisen anderer Kulturen und Religionen herangezogen, statt sich auf die so einfache Bedeutung und Umsetzbarkeit dieses Begriffs zu konzentrieren. Achtsamkeit in der modernen Wissenschaft zielt fast ausschließlich darauf ab, sich auf sich selbst zu konzentrieren, auf sich zu achten, damit die Auswirkungen des Alltagsstresses gemindert werden oder man sein eigenes körperliches sowie psychisches Wohlbefinden verbessern kann. Also wieder eine weitere Form der Ich-Stärkung, des Egoismus…dabei wäre es doch für jeden im Alltag so viel einfacher – ganz ohne diese „Verwissenschaftlichung“…

Stellen Sie sich mal einen Alltag vor, in dem jeder achtsam mit den anderen umgeht. Was würde sich wohl alles (ver)ändern?
Morgens knallt mir nicht die Eingangstür beim Bäcker ins Gesicht, die Mutter mit ihrem Kinderwagen kann sich vor Hilfsangeboten an der steilen U-Bahntreppe gar nicht genug bedanken, die Kollegin freut sich über ein herzliches „Guten Morgen“, obwohl sie am vorigen Tag beim Teammeeting nicht besonders mit ihrer Leistung glänzte, die Chefin bzw. der Chef spürt Unstimmigkeiten im Team und provoziert nicht mit Kritik oder Zusatzaufgaben für den Moment, zum Mittagessen wird der neue Kollege mit eingeladen, „Außenseiter“ werden mit an den Tisch gebeten, die Schüchternen werden in Gespräche feinfühlig mit einbezogen, die benutzten Kaffee- und Teebecher werden von jedem in der Gemeinschaftsküche in den Geschirrspüler gestellt, ohne Aufforderung räumt jeder das saubere Geschirr in die Schränke (ohne Gedanken daran, dass ich es „ja schon so oft getan habe“). Und genau da setzt Achtsamkeit für mich ebenfalls an: Feinfühligkeit – die übrigens jeder entwickeln, noch erlernen kann!

Die Fähigkeit, das Leben oder eine Situation genau so anzuerkennen, wie es gerade ist, und sich dem zu stellen – ohne sie verleugnen oder nicht beachten zu wollen – kann durch verschiedene Achtsamkeitsübungen entfaltet werden. Dazu aber in einem anderen Blogartikel hier.

Achtsamkeit ist etwas, in dem man sich übt, und es braucht Entwicklungszeit sowie die Bereitschaft zur Übung und Veränderung. Geduld und Milde mit sich selbst sind dabei wachsende Qualitäten. So wie wir beispielsweise das Radfahren Tritt für Tritt erlernen, so entwickelt sich auch mit zunehmender Übung der Achtsamkeit die Fähigkeit, sich bewusster und ruhiger zu bewegen und bei unerwarteten Hindernissen nicht aus der Balance zu geraten. Wir können Anforderungen, Stress und Belastungen in unserem Leben nicht verhindern, aber wer aufmerksam sein Umfeld wahrnimmt, kann entscheiden, wie er sich in unvorhersehbaren oder schwierigen Momenten verhält.

Im Sinne der Gemeinschaft handeln, ohne sich selbst zu verlieren oder aufzugeben!

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Unsere Gastbloggerin: Ulrike Gagel-Petereit.
Bereits 2008 hat sie sich auf die Strategieberatung und operative Begleitung von Marketing- und Kommunikationsprozessen spezialisiert. Ihre Leidenschaft für das Schreiben und Texten setzt sie mit TextforYou auch für kleine und mittelständische Unternehmen um. Mit ihren Beiträgen unterstützt sie unser Château d’Orion genauso wie die Denkagentur. Die diplomierte Volkswirtin war über 15 Jahre in Marketing-Leitungspositionen tätig und lebt mit Ihrer Familie in Hamburg.

21 Feb

OrioSon – Neuer Sinn in alten Werten

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oder: Welche Aufgaben können Orte der Sehnsucht erfüllen?

„Ohne Herkunft keine Zukunft“, behauptet der Philosoph Odo Marquard und da trifft er den Kern der Ambition des kulturellen Erbes von Château d’Orion und dem Gut Sonnenhausen. Beides sind Gästehäuser, die nach ihrer liebevollen Restaurierung mehr als nur Kost und Logis bieten wollen. Aufgeladen mit Geschichte und Geschichten in einer reichen Kulturlandschaft öffnen sie Raum zum Innehalten. Im Südwesten Frankreichs, das Eine und in Oberbayern das Andere.

Wie alles anfing

Vertrag ElyseeJumelage, das war damals nach dem Krieg das Zauberwort, um der Erzfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland die Stirn zu bieten. 1963 hatte das alles angefangen mit dem Elysée Vertrag, den Konrad Adenauer und General de Gaulle miteinander schlossen, um die Menschen in ihren Ländern aufzufordern, sich die Hand zur Versöhnung zu reichen. Seither ist viel geschehen – mit der Städtepartnerschaft, der Jumelage, fing alles an; ARTE, das deutsch-französische Jugendwerk, vielfältige deutsch-französische Kultur-Institutionen wuchsen heran.

Das alles ist lange her, jungen Leuten ist kaum mehr eingängig, warum sie sich um Freundschaften in den Partnerstädten bemühen sollen und Englisch ist auch viel attraktiver geworden. Dabei bleibt dieser Vertrag als Akt der Verständigung beispielhaft, ein europäisches Wunder, wie es einer der Architekten Europas, Jean Monnet, betitelte.

Als wir 2013 das fünfzigjährige Bestehen der deutsch-französischen Freundschaft in Château d’Orion mit einem facettenreichen Programm feierten, haben wir auch einen Austausch von Genusshandwerkern aus unserer Heimatregion Béarn, dem Baskenland, mit der Region Oberbayern initiiert. Bäcker, Metzger, Brauer, Käser haben sich gegenseitig besucht und inspiriert. Unterstützt wurde dieses Projekt unter anderem vom Gut Sonnenhausen. Daraus ist einiges entstanden und vor allem die Idee gewachsen, eine Projektpartnerschaft zu entwickeln.

So erarbeiten wir nun Stück für Stück gemeinsame Aktivitäten zwischen Château d’Orion und dem Gut Sonnenhausen. Beispielsweise sollen dort zukünftig die Denkwochen zum festen Programm gehören.

Beidseitige Besuche und Begegnungen haben bereits zu spannenden Projektideen geführt und zu konkreten Ergebnissen. Beispielsweise werden einige der berühmten bearnaiser Kühe, die mit den gigantischen Hörnern, umziehen auf das Gut Sonnenhausen.

Kuh_Langhorn La vache béarnaise war vom Aussterben bedroht und wird gerade sehr erfolgreich rekultiviert. Auch diese Initiative unterstützt Château d’Orion auf der Basis der deutsch-französischen Freundschaft und in der Verantwortung für das Europa der Regionen. Wir wollen mehr sein als ein schöner Ort, den man gerne besucht. Unsere Aufgabe sehen wir zudem in der Entwicklung des ländlichen Raumes.

Auch das ist ein neuer Sinn in alten Werten, der gemeinsam als OrioSon, Château d’Orion verbunden mit Sonnenhausen, leichter in die Welt zu bringen ist.

18 Feb

Steht das Lehren Kopf?

BRIGITTE WIRStoff zum Nachdenken findet sich überall, heute z.B. am Zeitungskiosk. Dort habe ich nämlich auf dem Cover von BRIGITTE WIR gelesen:

“Früher waren die Alten unsere Lehrer, heute sind es die Jungen”

Darüber habe ich einen Moment kleinen Moment lang versonnen den Kopf genickt – aber dann doch recht vehement geschüttelt. Nein, so einfach ist das nicht.

Zwar fühle ich (52) mich recht fit, was Computer, Internet, Social Media angeht – immerhin betreibe ich einige Websites und Blogs –, doch neulich konnte ich von meiner Tochter (15) etwas lernen. Sie zeigte mir, wie ich mittels Hashtags bei Instagram die Reichweite meiner Bilder vergrößern kann.

Ich denke, das ist es, worauf die Aussage hinaus will. Es gibt eine Menge Dinge in der Welt, die vor allem oder zunächst eher junge Menschen interessieren und auch noch mit dem Einsatz von moderner Technologie verbunden sind, von denen ältere Menschen keine Ahnung haben. Das heißt nicht, dass sie nicht von diesen Dingen profitieren könnten, doch es gibt Hürden, die ihnen den Kontakt erschweren. Mit der Hilfe junger Menschen können sie aber lernen, diese Hürden zu überwinden. Und dann gibt es kein Halten mehr: 68jährige lassen ihre Lieben daheim via Instagram an ihrer Weltreise teilhaben, 83jährige lesen Bücher auf dem iPad in extra großer Schrift, 75jährige basteln nach DIY-Anleitung bei Youtube, 56jährige drucken sich Ersatzteile auf dem 3D-Drucker aus – und selbst die Denkagentur fängt an zu twittern.

Das ist wunderbar. Wer würde nicht gern von jungen Menschen lernen wollen?

Früher war natürlich alles anders

Anscheinend war es aber wohl früher anders. Sonst lohnte sich diese Aussage auf dem Titel nicht für BRIGITTE WIR.

Gab es früher nicht so viel zu lernen für ältere Menschen? Oder haben sie sich nur geweigert, von Jüngeren etwas anzunehmen?

Mir scheint tatsächlich, dass sich da etwas verändert hat. Ich gehe dabei einmal der Einfachheit halber von “Leittechnologien” aus:

  • Vor 100 Jahren war eine Leittechnologie die Dampfkraft bzw. etwas später der Kraftstoffmotor: Eisenbahn, Dampfschiff, Automobil.
  • Vor 50 Jahren war es die Elektronik: Radio, Fernsehen.
  • Vor 30 Jahren war es der Computer.
  • Seit 15 Jahren ist es das Internet.
  • Seit 5 Jahren sind es Anwendungen auf Computern und Smartphones mit dem Internet als Rückgrat.

Leittechnologien haben die Menschen immer (auch ganz buchstäblich) bewegt. Kompetenz in dieser Hinsicht zu haben, war nützlich. Ein Blick in die Kinderstuben belegt das: dort tauchten vor 100 Jahren Dampfmaschinen als Spielzeug auf und hielten sich lange. Später waren es Elektronikbaukästen, danach Heimcomputer.

Erwachsene fanden die Beschäftigung damit pädagogisch wertvoll, Kinder wünschten sich interessantes Spielzeug. Fühlen Sie das Lehrgefälle? Kompetenz oder zumindest der Wunsch danach floss von den Älteren zu den Jüngeren.

Das war ganz natürlich, weil die Leittechnologien vergleichsweise teuer und unhandlich waren. Deshalb kam es zu ernsthaften Anwendungen erst im Beruf. Damit hatten die, die sich tiefergehend damit beschäftigen konnten, ein Mindestalter. Es waren nicht mehr die Jungen.

Umkehrung der Beschäftigungsverhältnisse

Das änderte sich allerdings schrittweise. Mein Vater konnte Ende der 1940er schon ernsthaft als Jugendlicher daheim mit Elektronik basteln, danach wurde es nur einfacher.

Ende der 1970er brauchten Computer schließlich die Möglichkeit der Herstellung von ernsthaften “Softwaremaschinen” in jedes Heim, das sich einen Apple oder später C64 leisten konnte. Spätestens jetzt konnten sich mit einer Leittechnologie diejenigen beschäftigen, die viel Zeit hatten: junge Menschen. Sie begannen, ihre Eltern zu überflügeln.

Dieser Trend hat sich mit Internet und den darauf aufsetzenden Anwendungen fortgesetzt. Zwar ist der Bastelcharakter der Beschäftigung damit in den Hintergrund gerutscht, dafür ist die Relevanz und der Umfang dessen, was jungen Menschen verfügbar ist, rasant gestiegen.

Das, was unsere Gesellschaft antreibt ist nicht mehr teuer und auf ein spätes Berufsleben begrenzt, sondern jedem von frühesten Kindesbeinen an zugänglich. Achten Sie auf das nächste Kleinkind mit iPad! Damit eigenen es sich diejenigen an, die viel Freiraum und Neugierde haben: die jungen und jüngsten Menschen. Das wiederum beschleunigt die Entwicklung der Leittechnologie.

Während also früher noch die Älteren qua Beruf die Wissens- und Erfahrungsmehrheit hatten bei einer Leittechnologie, hat sich das Verhältnis in dem Tempo umgekehrt, da die Leittechnologien at your fingertips und tiefer in den Alltag gewandert sind.

So weit, so verständlich. Es hat sich also etwas verändert. Und das wird wohl auch noch weitergehen. Die Zukunft der Nahrungsmittelproduktion wird von jungen Menschen ausprobiert, Beispiel Infarming. Oder die Zukunft der Produktion, Beispiel 3D-Druck. Oder die Zukunft der Reiseunterkunft, Beispiel Airbnb. Oder die Zukunft der Lehre, Beispiel Khan Academy. Oder die Zukunft der Geldbeschaffung, Beispiel Crowdfunding.

Veränderung ist keine Sache mehr der Großen oder von Gremien bestehend aus “alten Herren”. Veränderung, Innovation findet dank allseits verfügbarer Technologien dort statt, wo die Neugierde, die Beweglichkeit, der Trotz am größten ist: bei den Jungen.

Und deshalb titelt BRIGITTE WIR ganz richtig. Die Älteren können von den Jüngeren eine ganze Menge lernen.

Das fehlende Gegengewicht

Bei aller Verständlichkeit der Entwicklung empfinde ich das, was da aus dieser Titelaussage spricht, aber auch bedauerlich einseitig.

Gut, dass das Pendel von “Die Alten lehren die Jungen” in die andere Richtung schwingt. “Die Jungen lehren die Alten” ist lange überfällig. Nicht, dass es an Versuchen gefehlt hätte. Die Jungen haben immer wieder den Alten Angebote gemacht, doch mal etwas von ihnen anzunehmen. Doch die Alten haben abgelehnt. Weil sie konnten.

Das hat sich nun geändert. Das, was die Jungen lehren können, ist heute weniger ideologisch und kulturell, so scheint es. Vor allem ist es nämlich praktischer Art. Was sie können, macht das Alltagsleben leichter. Zwischen “Hört euch doch mal meine Musik an, die hat etwas zu sagen” und “Versucht doch auch mal, eine günstige Ferienunterkunft bei Airbnb zu bekommen” liegen Welten der Akzeptabilität für die Älteren.

Doch wie es mit den Pendeln so ist, sie schwingen gern auch zunächst zu weit. Das scheint mir der Fall. Denn zumindest der Titel bei BRIGITTE WIR lässt keinen Raum dafür, dass die Jungen weiterhin auch etwas von den Alten lernen könnten und sogar sollten.

Denn daran glaube ich: dass die Einseitigkeit kaum je bekömmlich ist. Weder war es besonders bekömmlich, dass nur die Alten die Jungen gelehrt haben. Noch wird es bekömmlich, wenn die Verhältnisse jetzt umgekehrt werden.

Komplementarität ist gesucht. Ich vermisse das sowohl-als-auch.

Wir Älteren und Alten sollten uns nicht ins Bockshorn jagen lassen. Nur weil es jetzt und eigentlich immer schon etwas von den Jungen zu lernen gibt und gab, bedeutet das nicht, dass viele Lebensjahre keine Erkenntnis mehr zu vermitteln haben.

Ich halte es sogar für eine große Gefahr, wenn wir uns einem “Jugendwahn der Lehre” hingäben.

Sich modisch kaum zu unterscheiden, ist eine Sache. Ich denke nicht, dass die sprichwörtliche beige Renterbekleidung eine schützenswerte kulturelle Errungenschaft darstellt.

Doch was ist mit der “Weisheit des Alters”? Gibt es die nicht oder nicht mehr? Früher war Erfahrung ein Wert. Hat der ausgedient? Ist heute nur noch junge Schnelligkeit und Flexibilität nützlich?

Ist alt nur noch spießig, konservativ, gar reaktionär und damit kontraprogressiv?

Im vegetativen Nervensystem gibt es den Sympathikus und den Parasympathikus. Sie arbeiten komplementär, als Gegenspieler. Beide sind für den komplexen Organismus wichtig. Erregung und Dämpfung gehören beide zum Leben.

Das scheint mir auch günstig für unsere Gesellschaft: neu + alt, unbeleckt + erfahren, mutig + vorsichtig, forsch + rücksichtsvoll und was der Komplemente mehr sind, das ist weiterhin beides nützlich.

Es wäre also zu schade, wenn die neue Tugend hieße “Lehre nicht die Jungen, sondern lerne von ihnen!”

Schöner hätte ich es daher gefunden, hätte BRIGITTE WIR so getitelt:

“Endlich lernen wir alle von einander: die Alten von den Jungen und die Jungen von den Alten”

Ralf WestphalDieser Text stammt von Gastblogger Ralf Westphal (ralfw.de, Twitter: @ralfw). Er ist Autor, Referent und Coach für nachhaltige Softwareproduktion und unterstützt als Accountability Partner Menschen bei Veränderungen (accountability-partner.de).

17 Feb

Denken schenken

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Es ist an der Zeit, auf fast 13 Jahre Denkwochen zurückzublicken…

Naturgemäß ist nicht mehr alles erinnerbar, aber einige Momente des gemeinsamen Sinnierens sind unvergesslich und füllen unsere Gästebücher sowie unsere Denkspeicher.

11Selbstredend ist nicht aus dem Gedächtnis zu löschen, wie die erste Denkwoche im Château d’Orion, sozusagen im Rohbau, abgehalten wurde. Die Wände mit alten Leinentüchern bespannt, Krepppapier an der Decke, um die aufgerissenen Mauern zu kaschieren. Das alles unter dem sagenhaften Titel: „Tradition und Innovation in Moderne und Postmoderne“. Professor Rudolf Lüthe war es, der sich traute, völlig im Ungewissen mit uns zu philosophieren. Aber das ist noch mal eine ganz eigene Geschichte wert, bald hier auf einer anderen Blogseite.

 

Auch die Begleiterscheinungen der Denkwochen sind alles andere als marginal. Wenn Rüdiger Safranski bis spät in die Nacht Gottfried-Benn-Gedichte rezitiert oder wir schon mal gemeinsam ein Lied singen, ohne Zögern auch österreichische Schlager, wenn’s beliebt, dann prägt es uns und es prägt sich ein. Ohne peinlich zu werden.

Oder wenn die ehemalige Lehrerin sich entzückt ihrem Gegenüber zuwendet und flüstert: „Helmut, Du hast mir den Glauben an die Manager wiedergegeben!“ Besagter Helmut hatte zuvor seine Miniatur-Gedichte vorgetragen, kleine Stücke voller Ironie und Nachdenklichkeit. Hatte sich Helmut Cordes damals bei der Denkwoche „Die Kunst des Schreibens“ mit Nathalie Weidenfeld sozusagen noch Mut angeschrieben, so ist er heute als veritabler Schwabenpoet mit kürzesten, pointierten Texten und selbstironischen Gedanken erfolgreich. Beispielsweise mit Titeln wie „Feingeister“ oder „Ausblicke Einsichten“.

Und so trug es sich zu, dass Helmut Cordes bei einer Reise nach Wien ein solches kleines Gedicht von einer Platane vortrug und Mitreisende erstaunt ausriefen: „Ist das nicht die Platane von Château d’Orion?“. Und siehe da, sie war es und alle kannten sie von den Denkwochen daselbst.

Helmut Cordes

Einige Beispiele Cordes’ kleiner Gedichte sollen auch diesen Blog zieren:

 „Blinde Kuh

Für ein Leben wie die Kinder, spielend im Glück, wiegend sich,
so manch einer selbstvergessen verträumt den Spatenstich.“

„Strahlkraft

Die zärtlichste Weise, jemanden zu schmeicheln,
mit den Wimpern leuchtender Augen streicheln.“

 „Zauber der Empathie

Ein Augenzwinkern einen Felsbrocken von der Seele kann heben,
der Kraftprotz mit einem Sandkörnchen am Meeresstrand sein Waterloo erleben.“

„Sinnlichkeit

Das berührendste Glück darin besteht,
das Rauschen des Windes spüren, der nicht weht.“

Es läßt sich leicht feststellen: Heute, viele Denkjahre nach unserer Gründung, ist die Sehnsucht, das Wesentliche zu berühren, noch gewachsen. Inzwischen gibt es vielfältig Futter dazu. Philosophische Magazine, Sendungen in Hörfunk und Fernsehen, es gibt Denkfeste, landauf – landab, Denkzirkel und Festivals zum Thema.

Die zunehmende Irritation hat einen Weg gefunden, vom Sammeln zum Sichten zu finden. Wir brauchen eben nicht immer mehr Informationen, sondern eine Verknüpfung zum besseren Verständnis. Genau das bildet die Basis der Denkwochen im Château d’Orion und nun auch im Gut Sonnenhausen. Gemeinsam, abwägend, eben nicht grübelnd, sondern im guten Austausch, im Zuhören.

08.04So ist es an der Zeit, all den Gästen, Mitdenkern und Denkerinnen zu danken, die seither um den Tisch unter der Platane sitzen und gemeinsam um eine Erkenntnis ringen. Jedes Fest ist so gut wie seine Gäste, und die haben von Anbeginn die Denkwochen im Château d’Orion bereichert – mit fragen, staunen, zweifeln und ihrem Wissen. Sie haben viele Denkgeschenke an diesem Ort der Begegnung hinterlassen und mit uns Denkgeschichte geschrieben.

 

 

16 Feb

Ist Forschung plötzlich sexy

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…weil Einsteins Gravitationswellen, die gerade frisch nachgewiesen wurden, sogar in der Bildzeitung dem Volk erklärt wurden? Vielleicht sucht Deutschland jetzt das Superhirn? Wir werden sehen, was damit weiter geschieht. Jedenfalls ist eine naturwissenschaftliche Erkenntnis einem Massenblatt der Rede wert.

Es spricht nichts gegen eine Popularisierung derartiger Errungenschaften. Was fehlt, ist die transdisziplinäre Betrachtung, das, was an den Rändern entsteht, wenn sich die Forscher aus verschiedenen Richtungen zusammentun. Und die Anwendung, die wir gesellschaftlich erkennen können.

So ganz nebenbei: In Deutschland gibt es 195 Think Tanks. Was tun die eigentlich und was kommt dabei raus? Wo findet das seinen Widerhall? Wir wissen es nicht genau. Also bleibt uns nichts weiter übrig, als Selberdenken.Carolin-Emcke-4

Da bin ich dankbar für Kolumnen, wie die von Carolin Emcke, die sich dankenswerter Weise dem Thema in der SZ gewidmet hat: „Es wird kaum mehr ernsthaft gedacht in diesen Tagen, sondern nur noch gesammelt, was sich einfügt in die eigenen Überzeugungen. Dabei ist das Fragen, das Zweifeln an den eigenen Positionen, gerade so wichtig.“

Zu den Gravitationswellen hat sich Ernst Peter Fischer in einem Interview im Deutschlandfunk geäußert und eine spannende These in die Welt gesetzt, die sicherlich zu Widerspruch anregt. Er findet nämlich, Einstein hat recht und Kant irrt.

Ein kurzes Interview ist eine Sache, die Möglichkeit zu fragen, zu staunen, nachzuspüren, ersetzt es nicht. Es ist schlicht ein Impuls zum Diskurs, der notwendigerweise fortgesetzt werden muss.

Denken hilft, wer sollte davon mehr überzeugt sein, als ich? Das weiß ja jeder inzwischen, dass ich sogar behaupte „Denken ist Glück!“.

11 Feb

Leben, um davon zu erzählen

ErnstPeterFischer_Durch die Nacht

Wer schon einmal im Château d’Orion bei einer Denkwoche dabei war, weiß, wie gerne wir unseren Stoff mit Geschichten anreichern. img_566c4776b3ce5Und wie gut das tut, weil sich darin die einzige Möglichkeit spiegelt, Komplexität darzustellen, ohne zu verzweifeln. Reduzieren können wir sie bekanntlich nicht, denn auch ein Elefant in Scheiben bleibt ein Elefant und damit ein riesiges, mächtiges, graues Tier.

Eine Geschichte aber, eine poetische Betrachtung, eine romanhafte Beschreibung, bringt uns dagegen die Welt in einer Nussschale dar. So habe ich neulich in einer Radiosendung gehört, dass inzwischen im Gefängnis zur Resozialisierung den Insassen ein Buch verordnet wird, das dann gemeinsam analysiert wird. Zudem werden Theaterstücke längst als Coaching-Tool verwendet. Genauso wie die „Urszenen der Philosophie“, bei deren Durchdringen wir mit Rüdiger Safranski wieder jeweils eine Tür zum Anders-Denken öffnen konnten. So geschehen im Sommer vergangenen Jahres.

Selbst wenn Ernst Peter Fischer mit uns eine Reise durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse macht, verknüpfen wir die Disziplinen wie es zum ganzheitlichen Denken gehört. Fischer traut sich Titel zu wie „Einstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino“. Er macht es sich nicht einfach, aber er macht es uns leicht, zu staunen. Als Wissenschaftstheoretiker ist er ein Verfechter der Komplementarität und trifft damit den Kern der Denkwochen:

Europe;Europa;Germany;Deutschland;Baden Wuerttemberg;Konstanz am Bodensee. Mathematiker u. Physiker Ernst-Peter FISCHER. Photo : Eric VAZZOLER / ZEITENSPIEGEL 2011

„Die Komplementarität ist meiner Ansicht nach wichtiger als jeder Ansatz, den wir haben, auch wenn wir es in unserem Kulturkreis noch nicht wissen. Das östliche Denken hat die Idee der sich ergänzenden Gegenstücke schon länger in sich aufgenommen und ihm als Yin-Yang-Symbol auch einen angemessenen – künstlerischen – Ausdruck verliehen. Das westliche Denken laboriert statt dessen immer noch an dem Schnitt herum, den René Descartes (1596-1650) ihm verpasst hat, als er die Seele aus dem Körper löste. Seitdem trennen wir uns als Subjekte von der Welt der Objekte, die wir der Wissenschaft überlassen – mit dem Ergebnis, dass wir als fühlende Menschen in ihr nicht mehr vorkommen und
ausgeschlossen bleiben.
Bohrs Komplementarität versucht, diese Spaltung zu überwinden, ohne ihre dazugehörenden Gegensätze zu verwischen. Ich denke, die wichtigste Entdeckung der vergangenen christlichen Jahrtausende besteht in der Einsicht, dass die alte Idee der polaren Gegensätze eine neue Form braucht. Mit dieser Vorgabe liegt die wichtigste Aufgabe der abendländischen Kultur darin, ihr eigenes Symbol für das Denken zu finden, das mich in der Welt und uns beide zusammen hält. Unsere Kultur muß dies bewusst tun und dabei das Beste aufbieten, das sie hat, nämlich die komplementären Formen der Erkenntnissuche, die wir Kunst und Wissenschaft nennen. Zusammen ergeben sie die Humanität, die unsere Kultur auszeichnen könnte. Aber diese Erfindung müssen wir noch machen.”

Danke Ernst-Peter Fischer, mit Freude möchten die Denkwochen und alle ihre Mitdenker und -denkerinnen zu dieser Erfindung beitragen!

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04 Feb

Glücksdenker unter der Platane

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…es hätte ja nicht unbedingt ein Schloss sein müssen,

…um dem Denken eine Heimat zu geben. Klar war nur, dass ich die Denkwochen nicht mit dem Köfferchen in der Hand um die Welt tragen wollte, sondern einen Ort gesucht habe, der sinnlich und sinnvoll genug wäre, den Raum dafür zu schaffen. Und Ästhetik mit Geist zu verbinden, das war schon eine stille Sehnsucht. Schließlich hatte man mich mal „Atmosphärenmanagerin“ getauft.

Doch dann tauchte dieses Dornröschen-Gemäuer in unserem Leben auf, das zu verfallen drohte und an einem Flecken Frankreichs lag, von dem ich noch nie etwas gehört hatte. Das Béarn. Château d’Orion, ein trauriger Anblick mit großer Tradition, schmutziger Fassade und morschen Fensterläden. Es konnte durch seine Besitzerin, Madame Marguerite Labbé, nicht mehr erhalten werden.

CdO_Vor_Renovierung_Aussen_45Es nieselte an jenem Tag im April 2003, als wir zum ersten Mal das quietschende Türchen zwischen Kirche und Haus geöffnet haben. Was soll ich sagen, ich bin ihm sofort verfallen. Die mich begleitende Familie winkte ab, sahen sie doch, das das, was da auf zukam, kaum zu stemmen war. Wir saßen in zerschlissenen Fauteuils, überall hingen Spinnweben, die Bilder an den Wänden vom langen Hängen ohne Betrachter.

Es kam mir vor wie ein Märchen. Und doch, es ist keine reine Erfolgsgeschichte, die da zu erzählen ist. Bisher jedoch haben die Termiten, die schließlich aus dem Gemäuer flogen, nicht gesiegt. Es gibt es immer noch, das Château d’Orion, das von vielen seiner Gäste zum Denkschloss geadelt wurde.

Immer wenn ich wieder ein kleines Fundstück aus alter Zeit in Händen halte, das mir erzählt, wie es einst wohl gewesen sein mag, wenn ich in der Schatzkiste der Vergangenheit wühle, bin ich erneut angezogen von den Erzählungen der Dinge.

20151004_orion_5505Und dann diese mächtige Platane unter der wir so oft sitzen und uns die Haare raufen, um zu Erkenntnissen zu gelangen oder lachend dem Glück der verweigerten Antwort folgen, das vom Philosophen Rudolf Lüthe als mögliche Lösung angeboten wird. Immer wieder zieht es uns dorthin, weil sie uns beschirmt und inspiriert zugleich. Für viele ist sie der schönste Sonnenschutz der Welt. Ein Baum, der mit den Händen nicht mehr zu umfassen ist, nie gestutzt wurde und daher zu voller Schönheit erwachsen ist. Eine Platane, die zur Revolutionszeit gepflanzt worden sein soll. Was will sie uns damit sagen?20151004_orion_5548

Woran mag es liegen, wenn Menschen, die über die Schwelle treten, sich wie ein Fisch im Wasser fühlen oder sagen, das sei irgendwie wie nach Hause kommen, obwohl sie noch nie dort waren?

Es ist sicher nicht alleine auf das alte Gemäuer und die Kleinodien aus vergangenen Epochen, die einen überall begrüßen, zurück zu führen. Mag sein, dass der Geist der Vergangenheit einem die „Nüstern aufbläht“, wie es der Philosoph Emanuel Berl einmal beschrieben hat.

Nein, es hat etwas mit all den Menschen zu tun, die hier einkehren, die hier arbeiten, die es beleben, die daran glauben, die sich anstrengen: Liebe und Leben zurückzugeben, wo ein Verfall immer Nähe rückte. Und es war in der Tat die alte Dame, Madame Labbé, die noch immer in ihrem Zimmer als Châteleine von uns geachtet wird, die uns diesen Leitsatz mit auf den Weg gegeben hat: „L’amour et vie sont de retour dans cette maison!“

 

01 Feb

Vom Zauber der Naturwissenschaft

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Auch eine Geisteswissenschaftlerin lässt sich verzaubern

Ernst Peter FischerErnst Peter Fischer ist der Wissenschaftshistoriker, der sich schon 1999 heftig wehrte gegen die Feststellung des Bestsellerautors von „Die Bildung“, Dietrich Schwanitz: “Naturwissenschaftliche Kenntnisse müssen zwar nicht versteckt werden, aber zur Bildung gehören sie nicht.” Offen gesagt, gehörte ich zu den Menschen, die gerne mal ein Gedicht von Rilke zitieren oder ins Theater gehen, wenn es aber darum ging, die Quantenmechanik zu erläutern, dann war ich gerne bereit, abzuwinken und dies für eine Geisteswissenschaftlerin als weniger relevant zu betrachten. Wenn einer es geschafft hat, mich davon zu überzeugen, dass die Dinge zusammengehören, dann ist es Ernst Peter Fischer. Bildungskultur ist eben nicht teilbar in entweder Poesie oder Physik. Und werde ich ihm auch noch „Durch die Nacht” folgen, denn er hat in seinem gleichnamigen Buch auf berauschende Weise die Naturgeschichte der Dunkelheit beschrieben. Ernst Peter Fischer ist und bleibt der Erzähler, der sich mutig dem Wechselspiel des kulturellen Erbes stellt.

Dazu habe ich ihm drei Fragen gestellt:

Was ärgert Dich daran, wenn Menschen Mozart und Rilke kennen und das für Bildung halten, während sie es keineswegs für notwendig erachten, von Nils Bohr gehört zu haben?

Fischer: Ich bin sicher, dass viele Leute die Namen Mozart und Rilke, nicht aber deren Werke oder Künstlertum kennen. Warum dann nicht auch Bohr und Heisenberg? Beide haben die Welt erklärt, in der wir Menschen leben. Das lohnt sich zu wissen.

Bei Bohr mag ich besonders die Anekdote mit dem Hufeisen. Wenn ich mich recht erinnere, geht das so: Er hat ein Hufeisen am Eingangstor. Darüber wundern sich die Studenten des Naturwissenschaftlers. Worauf er antwortet: „Es kann ja nicht schaden!“ Was ist an dieser Geschichte das Besondere?

Fischer: Die Anekdote geht so, dass Bohr am Ende sagt: „Ich glaube nicht an Hufeisen, aber ich habe gehört, sie wirken auch dann, wenn man nicht daran glaubt“. Es geht Bohr um das Spiel mit der Sprache, das auch beim Erkennen gespielt wird. Du weißt doch, liebe Elke, keine Katze hat zwei Schwänze. Eine Katze hat einen Schwanz. Keine Katze und eine Katze sind eine Katze. Also hat eine Katze drei Schwänze! Oder was?

Naturwissenschaftliche Erkenntnisse sind Meilensteine unserer Geschichte, aber nun behauptest Du, sie können uns verzaubern?

Fischer: Naturwissenschaftliche Erklärungen vertiefen das Geheimnisvolle und verzaubern dadurch die Dinge. Denn das Schönste, was ein Mensch erleben kann, ist das Gefühl für das Geheimnisvolle.

20151004_orion_5223Liebe Leser, dem kann nicht widersprechen und freue mich, während einer Juni-Denkwoche an unserem inspirierenden Ort  noch über vieles mehr mit Ernst Peter Fischer denken und austauschen zu können. Seien Sie dabei – „Die Verzauberung der Welt“ wird uns alle berauschen!